Das schwarze Einhorn, als Gegenfigur nicht zu verwechseln mit dem fabelhaften weißen Feen - Ross (welches nur durch eine reine Jungfrau gesucht und geritten werden darf), steht hier für die verführerisch schöne Gestalt diabolischer Nichtachtung allen Lebens, eine Kraft, welche in der dualen Auseinandersetzung der Welten ständig bestrebt ist, die Oberhand zu gewinnen, also empfindlich das Gleichgewicht kosmischer Ordnungen zu stören bestrebt ist, die Harmonie, das lichtvolle Allgöttliche zu vernichten, um als letztlicher Sieger auf dem Großen Weltenthron Platz zu nehmen. Synonym erinnert diese Darstellung an die unterschiedlichsten Vorstellungspiktogramme mit inhaltlicher Ausprägung an Teufel, Dämonen, Djiinys, Vampiren, furiosen Hass, Gewalt und Zerstörung. Alles Wesen und Eigenschaften aus dem höllischen Reich abgründiger, durch aus der Masse von Generationen von Menschen geprägte dämonische Vorstellungswelten als Gegenpart zu ihren lichtvoll-umstrahlt thronenden Göttern auf deren Wolkensitzen. Aus dem Reich der Psyche einer gebeutelten menschlichen Historie aus Krieg, Vergewaltigung, Not und Angst. Seit Urzeiten geformt durch alle planetarischen Kulturen, als Mythos, Märchen, religiöser Gegen-Aspekt von Heilslehren, auch zu sekttierischer Hingebung an diese "Kraft" in schwarzen Messen zelebriert, kultiviert, bis hinein in die Comic-Literatur der psychedelischen Autoren der Neuzeit, Filmindustrie, Hörspiel und nicht zu vergessen in die bildende Kunst.