Hallo erstmal,
Ich habe mich in den letzten zwei Jahren intensiv mit dem Thema beschäftigt und auch eine eigene Seite dazu gemacht -
www.audiohq.de.
also verbessert sich die Qualität dann oder nich?
Beim Brennen passiert nichts anderes als beim Abspielen - die Datei wird decodiert. Dabei ändert sich an der Qualität garnichts.
nero nette feat. hat wie z.B. lautstärke anpassen
Mmmh... du meinst hoffentlich nicht Normalisieren? Da bist du leider auf eine verbreitete Fehlinformation reingefallen, Normalisieren hebt die Lautstärke lediglich soweit an bis der Peak (Spitzenpegel) auf einem bestimmten Prozentwert vom Maximum ist, die Lautstärke mehrerer Tracks lässt sich damit nicht anpassen. Ist hier nochmal genauer erklärt:
http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=23
Das Problem in diesem Thread ist meiner Ansicht nach die fehlende Differenzierung.
Bitraten geben lediglich den Platzbedarf an und sagen über die Qualität nicht viel aus. Der Platzbedarf um transparente, d.h. nicht vom Original zu unterscheidende Qualität zu erreichen, ist von Lied zu Lied verschieden. Das bedeutet, dass manchmal auch 120 kbps ausreichen können, manchmal dagegen reichen 220 nicht. Diese Zahlen werden vielleicht einige wundern... ich lese hier immer nur 128, 192, 256... Leute, es gibt variable Bitraten die eine viel bessere Qualität erzeugen als konstante Bitraten, da der Speicherplatz jeder Stelle individuell angepasst wird anstatt ein Lied durchweg mit einer Bitrate zu encodieren.
Allgemeingültige Aussagen wie "256 müssen sein" oder "bei 128 kbps höre ich immer den Unterschied" sind deshalb nicht möglich, es hängt von ganz anderen Faktoren ab, z.B. wie die MP3s erstellt werden. Dabei werden oftmals schon soviele Fehler gemacht, dass keine objektive Bewertung mehr möglich ist. Das fängt an bei der Wahl des Encoders, geht weiter bei der Bitraten-Einstellung (wobei man in modernen Encodern keine Bitrate sondern eine Qualitätsstufe einstellt), beim Stereomodus (an Joint Stereo haften immer noch uralte Vorurteile), Lowpassfiltern usw.. Manche rippen auch mit MusicMatch und wundern sich über hässliche Knackser, die dann auf MP3 geschoben werden...
Wer meint, immer 256 kbps zu brauchen, der soll sich mal richtig erstellte MP3s anhören. Bei mit dem LAME-Encoder und --preset standard encodierte MP3-Dateien sollten in den meisten Fällen keine Unterschiede hörbar sein. Oftmals handelt es sich dann bei den gehörten Unterschieden um Einbildung - wollen viele nicht wahrhaben, weiß ich, weswegen man das einfach mal in einem
blinden Hörtest nachprüfen sollte.
Oftmals erweisen sich auch schon 128 kbps (LAME --preset 128) als schwer zu unterscheiden, bei den anderen Audiocodecs (AAC, MPC, Ogg Vorbis) ist die Qualität dort nochmal um Einiges besser. Das soll nicht heißen, dass ich Einstellungen um die 128 kbps generell empfehle...
Hoffe das klingt alles nicht zu oberlehrerhaft...
Wer generell Fragen zum Thema hat, den lade ich herzlich auf meine Seite ein (ist wie ein Forum aufgebaut, nicht wundern, die Infos befinden sich in den jeweiligen Unterforen).
MfG
Frank